Intel NUC, Homebridge und Valheim

In den letzten Wochen habe ich meine Home-IT ein wenig umgebaut. Dieser Blog, ein Teamspeak 3 Server und ein paar Kleinigkeiten laufen aktuell zum Beispiel auf einem kleinen vServer bei Hetzner. Zuhause im eigenen Netzwerk hingegen lief bis vor kurzem ein Raspberry Pie 2 mit Homebridge.

Als ich damals Philips Hue Lampen mit meinem IKEA Tradfri Gateway nutzen wollte, was nach Apple HomeKit Standards jedoch nicht erlaubt ist – die „Chain of Trust“ wird nicht eingehalten und ich bräuchte noch ein Phillips Gateway – habe ich mich dazu entschieden das Open Source Produkt mir Homebridge näher anzugucken und als Bridge zu nutzen.

Das ging nicht nur reibungslos und wirklich sehr einfach, sondern öffnete darüber hinaus Türen für weitere Spielereien. So folgten neben den Leuchten in den Räumen noch LED-Strips für die Loggia Beleuchtung, der Sonos One Lautsprecher, das Nuki Schloss, der Sony TV und schaltbare Steckdosen.

Alles steuerbar über Sprachbefehle mit Alexa – jedenfalls bis vor wenigen Wochen. Da habe ich meine beiden Echo Geräte gegen zwei Apple HomePod Mini getauscht und habe auch Alexa auf der Sonos One deaktiviert und bin auf Siri umgestiegen. Grund ist der Wunsch nach mehr Homogenität in den verwendeten Technologien über die Geräte hinweg.

Alexa ist Siri in vielen Dingen, besonders bei den Skills, weit überlegen. Dank Homebridge fällt mir dies im Alltag jedoch nicht groß auf. Bis auf Spotify, TuneIn, die Steuerung der SmartHome Geräte und einfache Fragen zum Wetter, den Nachrichten oder ÖPNV Verbindungen nutze ich einen Sprachassistenten nicht. Und wenn ein Gerät offiziell kein HomeKit unterstützt gibt es mit Sicherheit ein Plugin für Homebridge um es anzubinden – wie z.B. für den Xiaomi Mi Roboterstaubsauger – der jüngsten Anschaffung für den SmartHome-Zoo.

Nachdem auch mich der Hype um Valheim gepackt hat, wollte ich einen (besser zwei) eigene Valheim-Server nutzen um mit Freunden zeitlich unabhängig voneinander gemeinsam zocken zu können. Da der vServer bei Hetzner zwar einen Valheim-Server stemmen kann, bei zwei aber in die Knie gehen würde und ich deswegen ungerne hochskalieren möchte, habe ich mich nach Alternativen umgeschaut.

Und da fiel mir ein, das sich noch einen kleinen Intel NUC (NUC6CAYH) in der Schublade liegen hatte. Mit seinem Intel Celeron J3455 (4×1,5Ghz), 8 GB Arbeitsspeicher und einer 128GB SATA SSD ist der kleine Kubus kein Rechenmonster, sollte aber ausreichen. Einzig der Gedanke dann neben einem Raspberry Pie 2 auch noch einen Intel NUC 24/7 laufen zu haben, gefiel mir nicht. Ich habe mich also auch dafür entschieden meine Homebridge Installation auf den NUC umzuziehen.

So geschah es auch dann. Auf dem kleinen Intel NUC läuft nun ein Proxmox VE mit bisher insgesamt vier Linux Containern (LXC). Zum einen der Homebridge Server, einen Pihole-Server und zwei Valheim Server. Letztere beide habe ich mittels Linux GSM und SteamCMD auf Ubuntu 20.04 installiert – eine passende Anleitung gibt es auf der Homepage.

Passend dazu erfolgt ein täglicher Neustart und Backup auf Snapshot-Basis der Server plus passende Cronjobs zum herunterfahren und starten der Systeme, da diese nicht 24/7 laufen müssen. Von Haus aus unterstützt Proxmox VE die Nutzung von MFA mittels eigenem Seed – sehr schön.

Der kleine Pihole kümmert sich um die lästige Werbung und das Tracking im Web auf IPv4 und IPv6.

Da ich zum Glück dank der Metropolregion Hamburg mir einer preisgünstigen 250Mbit/50Mbit Internetleitung gesegnet bin, ist auch die Anbindung über eine Portfreischaltung keine Herausforderung und der Ping für meine Mitspieler (und dank GeforceNOW auch für mich) angenehm gering im niedrigen 40ms Bereich.

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